Archiv für Oktober 2006

Das Baureferat München informiert über den Winterdienst

Dienstag, 31. Oktober 2006

Am 1. November beginnt für das Baureferat offiziell die Winterdienstsaison. Die Stadt München hat sich auch heuer gründlich auf ihre rechtliche Verpflichtung zur Wintersicherung der Straßen vorbereitet. Einen hundertprozentig perfekten Winterdienst kann es aber nicht geben. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich deshalb darauf einstellen, dass im Winter Glätte und ungünstige Straßenverhältnisse auftreten können. Dies ist besonders zwischen 22 Uhr und 7 Uhr morgens, also außerhalb der rechtlichen Räum- und Streuzeiten zu beachten, aber auch bei starkem Schneefall während der Hauptverkehrszeiten.

Das Baureferat bittet daher alle Verkehrsteilnehmer:

Es ist schon jetzt mit winterlichen Verkehrsverhältnissen zu rechnen und die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten sich darauf einzurichten, Fahrzeuge sollten wintertauglich gemacht und insbesondere mit Winterreifen ausgestattet werden. Fußgänger sollten unbedingt wintertaugliches Schuhwerk tragen. Die Stadt bittet um Verständnis, dass andernfalls bei etwaigen Unfallschäden keine Haftung übernommen werden kann. Autofahrerinnen und -fahrer werden gebeten, bei winterlichen Straßenverhältnissen entsprechend früher los zu fahren oder noch besser auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Die geparkten Fahrzeuge sollten nicht die Räumfahrzeuge behindern und deshalb möglichst nahe am Fahrbahnrand parken sowie die Park- und Halteverbote beachten.

Um sich auf die Witterungsverhältnisse bestmöglich und vorausschauend einstellen zu können, ist das Baureferat an einen speziellen Straßenwetterbericht des Deutschen Wetterdienstes angeschlossen. Über einen eigens eingerichteten Internetzugang werden dort rund um die Uhr verschiedene Informationen und Prognosen über die Wetterentwicklung abgerufen. Dadurch können kritische Straßensituationen prognostiziert und die erforderlichen Einsätze veranlasst werden. So ist das Baureferat mit modernster Technik ausgerüstet, um allen winterlichen Situationen bestmöglich begegnen zu können.

Das Baureferat und seine Vertragsf irmen beginnen bei andauerndem Schneefall und einer Schneedecke von mindestens drei Zentimetern oder bei Gefahr von Straßenglätte mit dem Räum- und Streudienst werktags je nach Witterung um 2 Uhr oder 4 Uhr morgens, so dass bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs (7 Uhr) das Münchner Straßennetz geräumt und im Bereich der Salzstrecken auch mit Salz bedient ist. Wenn aber beispielsweise der Schneefall erst in den späten Morgenstunden einsetzt, bittet das Baureferat um Verständnis dafür, dass dann Behinderungen des Verkehrs nicht zu vermeiden sind. Wenn die Räum- und Streuarbeiten während des Berufsverkehrs durchgeführt werden müssen, kann es vorkommen, dass die Einsatzfahrzeuge durch den Verkehr behindert werden und nicht rechtzeitig an die Einsatzorte gelangen können.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Stadt die verkehrssicher geräumten und bei Bedarf gestreuten Straßen und Wege an Werktagen von 7 Uhr bis 20 Uhr gewährleisten muss. Das Baureferat hat jedoch seine Einsatzzeiten bis 22 Uhr verlängert. Bei starken Schneefällen und extremen Witterungsverhältnissen wird ein Sonder- oder Notdienst eingerichtet. Oberste Priorität genießen bei der Räumung und Streuung entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers die verkehrswichtigen Fußgängerüberwege (in München knapp 7.000). Im Bereich der Fahrbahnen wird vorrangig das Hauptstraßennetz geräumt (alle bedeutenden Ring- und Ausfallstraßen – im besonderen der Mittlere Ring, Straßen, in denen öffentliche Verkehrsmittel fahren) und im Anschluss daran das Nebenstraßennetz.
Salz wird nur im Hauptstraßennetz sowie in Straßen mit Buslinien ausgebracht. Die Salzstreuung erfolgt unmittelbar nach dem Räumen. So wird die Salzausbringung aus Gründen des Umweltschutzes optimiert.

Im Nebenstraßennetz wird nur in Sonderfällen bei Straßenglätte Splitt gestreut. Außerhalb des sogenannten „Vollanschlussgebietes” der städtischen Straßenreinigung (das ist etwa das Gebiet außerhalb des Mittleren Ringes) ist es Aufgabe der Anlieger, ihren Räum- und Streupflichten nachzukommen. Gehwege und Fußgängerstreifen müssen hier spätestens um 7 Uhr morgens (sonntags und an gesetzlichen Feiertagen um 8 Uhr) geräumt sein. Die Schneeräum- und Streuarbeiten sind bis 20 Uhr so oft zu wiederholen, wie dies zur Verhütung von Gefahren für Fußgänger notwendig ist. Aus Tier- und Umweltschutzgründen ist das Streuen von Salz auf den Gehwegen Münchens verboten und mit Bußgeld bis zu 1.000 Euro belegt. Am besten sollte frühzeitig ein Vorrat an abstumpfenden Mitteln, wie Streusand oder Streusplitt angelegt werden.

Das Faltblatt zum Winterdienst des Baureferates ist in der Stadt-Information im Rathaus und an der Infothek im Technischen Rathaus, Friedenstraße 40, kostenlos erhältlich.

Außerdem gibt es ausführliche Informationen im Internet unter www.muenchen. de/winterdienst

Bei Fragen oder Problemen im Zusammenhang mit dem Winterdienst können sich alle Bürgerinnen und Bürger während der üblichen Bürozeiten an die Servicenummer 2 33-6 12 01 des Baureferats wenden.

100 Jahre Kerschensteiner Berufsschulzentrum

Dienstag, 31. Oktober 2006

Das Berufsschulzentrum im Herzen der Stadt in der Liebherrstraße 13 (Nähe Isartorplatz) ist eine Schule mit einer langen und traditionsreichen Geschichte. Nachdem das Gebäude1905 fertig gestellt worden war, zogen zunächst Lehrlinge ein, deren Berufe uns heute nur noch zum Teil vertraut sind, darunter Sattler und Taschner, Schmiede und Wagner, Töpfer und Ofensetzer. Die Schule bot den rund 1.200 – ausschließlich männlichen – Auszubildenden eine damals zukunftsweisende Ausbildungsstrategie. Neben der betrieblichen Ausbildung standen in der neuen Schule dem neuesten Stand der Technik entsprechende Lehrwerkstätten zur Verfügung.
Heute werden rund 1.500 Schülerinnen und Schüler am Kerschensteiner Schulzentrum in vier städtischen beruf lichen Schulen unterrichtet: der Berufsschule für Orthopädie- und Umwelttechnik, der Berufsschule für Holztechnik und Innenausbau, der Meisterschule für das Schreinerhandwerk und der Meisterschule für Orthopädietechnik.

Das Schulgebäude wurde nach Plänen des damaligen Baurats Hans Gräßl gestaltet. Ein Blick in die Jahresberichte zum Beginn des 19. Jahrhunderts zeigt, wie gerne die repräsentative Aula für Feste und Feiern genutzt wurde. Runde Jubiläen der Regenten des bayrischen Königshauses waren hierzu willkommene Anlässe, wie z.B. der 70. Geburtstag von Ludwig III. und der 90. Geburtstag von Prinzregent Luitpold . Auch heute noch ist die Aula des Kerschensteiner Schulzentrums mit ihren aufwändigen Einlegearbeiten an den holzvertäfelten Wänden und den Darstellungen klassischer Handwerksberufe auf überlebensgroßen Gemälden ein würdiger Rahmen für Feste und Tagungen.

In den achtziger Jahren wurde das Kerschensteiner Schulzentrum durch einen Neubau erweitert und der Altbau liebevoll renoviert. Es gelang eine ansprechende Verbindung von traditioneller und moderner Architektur. Die Landeshauptstadt München hat für diese Maßnahmen rund 17 Millionen Mark aufgewendet. Georg Kerschensteiner, nach dem das Berufsschulzentrum benannt ist, war Reformpädagoge und Münchner Stadtschulrat. Vor über 100 Jahren verwirklichte er seine Idee der Zusammenarbeit von Schule und Betrieb und legte damit den Grundstein für das heutige „Duale System” der Berufsausbildung. Kerschensteiner prägte den Begriff der „Arbeitsschule” und setzte in der Pädagogik damit neue Maßstäbe. Die Zusammenarbeit der Lernorte Schule und Betrieb hat sich seitdem bestens bewährt. Das Duale Ausbildungssystem wird in vielen Ländern bewundert und kopiert. Was vor 100 Jahren mit der Kerschensteiner Schule begann, entwickelte sich bis heute zu Deutschlands größtem kommunalen beruflichen Schulwesen.

Die vier Berufsschulen feiern das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür am Mittwoch, 15. November sowie mit einem Festakt für geladene Gäste am Donnerstag, 16. November. Der Tag der offenen Tür steht unter dem Motto „Schüler und Schülerinnen präsentieren ihre Schule”. Von 13 bis 19 Uhr sind Eltern, Betriebe und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, sich über folgende Ausbildungsberufe zu informieren: Schreiner/-in (inkl. Berufsgrundschuljahr Schreiner), Raumausstatter/-in, Polsterer/-in, Fahrzeuginnenausstatter/-in, Orthopädiemechaniker/-in, Bandagist/-in, Orthopädieschuhmacher/-in und Schuhmacher/-in. Ebenfalls präsentieren sich die Meisterschulen des Berufsschulzentrums: die Meisterschule für das Schreinerhandwerk und die Meisterschule für Orthopädietechnik.

Transrapid: Stadt beantragt Akteneinsicht in das Sicherheitskonzept

Dienstag, 31. Oktober 2006

In einem an Oberbürgermeister Christian Ude gerichteten Schreiben vom 17. Oktober 2006 hatte der Geschäftsführer der DB Magnetbahn GmbH, Dr. Johannes Keil, ausgeführt, dass beim Eisenbahnbundesamt ein Sicherheitskonzept eingereicht sei, dieses Konzept aber der Stadt München nicht zugänglich gemacht werden könne. Nach Ansicht der Stadt ist es unter dem Gesichtspunkt einer bestmöglichen Risiko- und Gefahrenminimierung sowie zur Gewährleistung eines effektiven Katastrophenschutzes rechtlich äußerst bedenklich und faktisch absolut nicht nachvollziehbar, warum die DB Magnetbahn GmbH den für die reale Nothilfe zuständigen städtischen Fachdienststellen sowohl das aktuelle Brandschutz- als auch das Sicherheitskonzept vorenthält, unter Hinweis darauf, dass auch Betreiber von Atomkraftwerken angesichts der Terrorgefahr nur ungern Einblick in die Gefahrenabwehr geben. Die Stadt München hat daher beim Eisenbahnbundesamt formell beantragt, Einsicht in den Akteninhalt des Sicherheitskonzepts zu erhalten.

Selbstverständlich sind die Fragen der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes in dem derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren zu diskutieren. Wie das schreckliche Unglück im Emsland gezeigt hat, ist beispielsweise eine durchgängige, breite Begleitstraße, auf der die Rettungskräfte ungehinderten Zugang zu einem möglichen Einsatzort haben, unverzichtbar. OB Ude: „Es ist mir unverständlich, wie in einem Katastrophenfall, der leider nicht restlos ausgeschlossen werden kann, die städtischen Sicherheitskräfte Leben retten sollen, wenn sie das zugrunde liegende Sicherheitskonzept nicht kennen dürfen. Es kommt dann auf jede Minute an. Es bleibt im Ernstfall keine Zeit, sich in das geheime Sicherheitskonzept einzulesen. Im übrigen müsste dann das Vorgehen vieler Retter vor Ort erst koordiniert werden, was zu dramatischen Zeitverlusten führen würde.”

Tanzfilme mit Trisha Brown im Filmmuseum

Dienstag, 31. Oktober 2006

Anlässlich des internationalen Tanzfestivals „Dance 2006“ (28. Oktober bis 12. November) zeigt das Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, am Donnerstag, 2. November, um 19 Uhr in der Veranstaltungsreihe Open Scene Tanzfilme mit Trisha Brown aus dem Archiv des Filmmuseums.

Trisha Brown ist eine Ikone des modernen Tanztheaters. In den 60er-Jahren experimentierte sie am Judson Dance Theater über Funktionen und Gehalt der menschlichen Bewegung. 1970 gründete sie die Trisha Bown Dance Company, die ungewöhnliche öffentliche Plätze, Hochhaus-Dächer und Bühnen in Manhattan bespielte. In einem ihrer ersten Werke (Man walking down the side of a building) bestimmten die Tänzer die Schwerkraft neu. Trisha Brown revolutionierte die traditionellen Begriffe von Tanz und Kunst, Lebenswelt und Alltag. Tanz fragt immer wieder nach der Möglichkeit von Erinnerung, Authentizität und einem spezifischen Körperwissen. „Dance 2006“ setzt dazu einen Schwerpunkt mit Blick auf die New Yorker Postmoderne und ihre Vorläufer.

Das Filmprogramm:

- „Linoleum“ (USA 1966), Regie: Robert Rauschenberg. Der Film wurde von Robert Rauschenberg als ein ad hoc-Experiment über Tanz, Geh techniken und Bühnenbild entworfen. Einer der Höhepunkte bestand darin, daß ein mit Hühnerdraht umwickelter, von lebenden weißen Hühnern umgebener Performer die Bühne überquerte und gebratene Hühner vertilgte, während Rauschenberg und ein anderer Performer feuchte Nudeln quer über die Bühne verlegten. – „Water Motor“ (USA 1978), Regie: Babette Mangolte – Choreographie, Tanz: Trisha Brown. Wie „Floor of the Forest, Group Primary Acumulation“ (beide 1970) und „Spanish Dance“ (1973) gehört dieses postmoderne Solo zu den frühen Stücken Trisha Browns. Aufgenommen in normalem und in Zeitlupentempo ist hier Browns Bewegungsvokabular aus dieser frühen Zeit bestens zu erkennen. Es gibt keine Übergänge; ihr Körper beschreibt eine einzige lange Bewegungsabfolge – entspannt und fließend, ein Stil, den sie selbst als „liquid dance“ bezeichnet hat.

- „Making Dances: Seven Post-Modern Choreographers“ (USA 1980), Regie: Michael Blackwood. Eine Dokumentation über sieben Choreografen der New Yorker postmodernen Tanzszene mit Ausschnitten aus Proben, Aufführungen und Interviews. Die Wurzeln ihrer Ansätze finden sich immer wieder in Martha Grahams Vermittlungsversuchen zwischen modernem Leben und zeitgenössischem Tanz und in Merce Cunninghams Auseinandersetzung mit dem Wesen der Bewegung überhaupt. John Cage hatte wesentlichen Einfluss auf die damalige Szene, und bis heute beziehen sich Choreografen wie Preljocaj und Trisha Brown mit immer wieder neuen Ansätzen auf die Konzepte dieses Jahrhundert-Avantgardisten. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kartenvorbestellungen sind unter 2 33-2 41 50 möglich. Weitere Informationen zum Programm des Tanzfestivals sind im Internet unter www.dance2006.de abrufbar.

Zwischenbilanz des Jobcenters – Arbeitslosenzahl in Ingolstadt deutlich gesunken

Dienstag, 31. Oktober 2006

Das Jobcenter hat vor kurzem einen Zwischenbericht für das Jahr 2006 vorgelegt, in dem unter anderem auf die bisher erreichten Integrationen in Ausbildung und Erwerbstätigkeit hingewiesen wurde. Das Jobcenter Ingolstadt konnte in jedem Monat 2006 die Zahl der Integrationen in Ausbildung oder Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt aus dem vergleichbaren Vorjahresmonat deutlich übertreffen, zum Teil sogar mehr als verdoppeln. Bis Ende Juli wurden bereits 843 Bezieher von Arbeitslosengeld II vermittelt, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 523 gewesen. Das bedeutet eine Steigerung der Integrationsleistung um 60 Prozent. Dem Jobcenter wurden außerdem weitere Mitarbeiter im Bereich Markt & Integration zugewiesen, so dass mittlerweile ein Arbeitsvermittler 122 erwerbsfähige Hilfebedürftige zwischen 15 und 25 Jahren betreut. Bei den Erwachsenen ist ein Betreuungsschlüssel von eins zu 213 erreicht. Auch die Förderleistungen des Jobcenters wurden gesteigert – in den ersten neun Monaten des Jahres 2006 auf über 2,6 Millionen Euro, und damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt. Nachdem 2005 – zumindest finanziell – die Arbeitsgelegenheiten (sog. 1-Euro-Jobs) den bedeutendsten Anteil der aktiven Arbeitsmarktpolitik des Jobcenters ausgemacht haben, ist mittlerweile vor allem die Förderung der beruflichen Weiterbildung ausgebaut worden. Die Ausgaben im Bereich des SGB II für Leistungen zum Lebensunterhalt beliefen sich im ersten Halbjahr 2006 in Ingolstadt auf 17,2 Mio. Euro. Davon entfielen 9,22 Mio. Euro auf Arbeitslosengeld II (inkl. Sozialgeld) und 7,7 Mio. Euro auf Leistungen für Unterkunft und Heizung (KdU). Dies entspricht einer Steigerung von 17,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005. Die Steigerungsrate sinkt jedoch stetig – im Juli 2006 stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um acht Prozent.

Die Anzahl aller Arbeitslosen in Ingolstadt (d.h. unabhängig davon ob Arbeitslosengeld I oder II bezogen wird) konnte gemeinsam von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Ingolstadt von 5.398 im Januar 2006 auf 4.199 im September 2006 (-22 Prozent seit Jahresanfang) gesenkt werden. Die Arbeitslosenquote in Ingolstadt beträgt aktuell 6,7 Prozent. Ein Anstieg ist nur im Bereich der Arbeitslosigkeit von Schwerbehinderten zu verzeichnen. Dem steuert das Jobcenter Ingolstadt 2006 – neben Regensburg wohl als einzige bayerische Arbeitsgemeinschaft – durch eine intensive Kooperation mit dem ifd (Integrationsfachdienst) entgegen. Auch hier sind daher in Zukunft Verbesserungen zu erwarten.

Die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen erhalten vom Jobcenter alle für ihre Integration notwendigen Leistungen “aus einer Hand”. An flankierenden bzw. sozialintegrativen Dienstleistungen sind im SGB II die Betreuung von Kindern oder die häusliche Pflege von Angehörigen, Schuldnerberatung, psychosoziale Betreuung und Suchtberatung vorgesehen. Diese Leistungen werden aus dem Haushalt der Stadt und – im stationären Bereich – dem des Bezirks Oberbayern finanziert. Das Jugendamt der Stadt übernimmt beispielsweise bei finanzieller Bedürftigkeit der Eltern die Kindergartengebühren für Kinder ab drei Jahren grundsätzlich bis zu einer Buchungszeit von acht Stunden täglich. Dafür wurden in diesem Jahr bisher Förderleistungen in Höhe von rund 350.000 Euro erbracht, von denen ein Großteil auf die Kinder von Arbeitslosengeld II Empfängern entfällt. Unterstützung erhalten außerdem (Allein-)Erziehende mit Kindern unter drei Jahren, die wieder arbeiten möchten. Auch in diesen Fällen bemüht man sich, eine Kinderbetreuung zu realisieren, um die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder eines Praktikums überhaupt zu ermöglichen.

Alle Arbeitslosengeld II Bezieher, die ein Überschuldungsproblem haben, konnten auch 2006 zeitnah beraten werden. Auf dem Wege der Subsidiarität erfolgt die Schuldnerberatung in Ingolstadt nicht durch Mitarbeiter des Jobcenters oder städtische Mitarbeiter, sondern durch die Diakonie. Ungefähr 100 Arbeitslosengeld II Empfänger werden derzeit durch die Schuldnerberatung der Diakonie betreut, davon knapp 60 Neufälle in den ersten acht Monaten 2006. Gefördert wird dieses Angebot durch die Stadt Ingolstadt über das Sozialamt.

“Alf Lechner – Bizarre Flächen”

Dienstag, 31. Oktober 2006

Neue Ausstellung im Lechner Museum öffnet am Sonntag Das Lechner Museum Ingolstadt zeigt ab Sonntag, 29. Oktober, bis zum 22. April 2007 die neue Ausstellung “Alf Lechner – Bizarre Flächen”

“Ich glaube, es ist mir gelungen, den Stahl nahe an der Schmelztemperatur in einen empfindlichen, selbstgestalterischen Zustand zu versetzen. Ein Block ließ sich in Scheiben schneiden, in Bizarre Flächen.”, so Alf Lechner selbst über seine neue Ausstellung.

“Die neuesten Werke von Alf Lechner, die in den letzten Monaten entstanden sind und die hier erstmals öffentlich vorgestellt werden, mögen für viele, die sein Oeuvre zu kennen glauben, eine große Überraschung darstellen und möglicherweise sogar ungläubiges Staunen hervorrufen”, so Dr. Armin Zweite, Direktor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. “In der Tat wirken die jüngsten Skulpturen – wohl der Beginn eines grandiosen Alterswerks – vor dem Hintergrund der Arbeiten des Künstlers aus dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts, die Lechner weithin bekannt gemacht haben, geradezu revolutionär, so dass sich mancher fragen dürfte, ob es sich hier nicht um Werke eines ganz anderen Bildhauers handele. Solche Vermutungen erledigen sich indessen rasch, wenn man sich die verschiedenen Phasen seines Schaffens vergegenwärtigt und die so folgerichtige Entwicklung von Serie zu Serie und von Werkphase zu Werkphase betrachtet. Dann nämlich wird rasch deutlich, dass die jüngsten Resultate seiner künstlerischen Praxis als radikale Konsequenz einer Arbeitsstrategie anzusehen sind, die sich bereits sehr früh angekündigt und bis in die ersten Anfänge zurückreicht.”

Die Eröffnung findet am Sonntag, 29. Oktober, um 11 Uhr im Lechner Museum Ingolstadt, Esplanade 9, statt. Die Einführung übernimmt Dr. Armin Zweite. Alf Lechner wird auch anwesend sein. Das Museum ist Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro. http://www.lechner-museum.de

Ausstellungsplakat “Die Neuen Tendenzen”

Dienstag, 31. Oktober 2006

Das Plakat der Ausstellung “Die Neuen Tendenzen. Eine europäische Künstlerbewegung 1961-1973″, die vom 28. September 2006 bis 7. Januar 2007 im Museum für Konkrete Kunst gezeigt wird, wurde in die Plakatsammlung der Neuen Sammlung in der Pinakothek der Moderne in München aufgenommen. Das Plakat wurde von dem brasilianischen Künstler Almir Mavignier entworfen, der zu den bedeutendsten Plakatgestaltern der letzten Jahrzehnte gehört. Er hat seit den fünfziger Jahren revolutionäre Entwürfe in diesem Medium geschaffen. 2002 wurde sein Werk in einer umfangreichen Retrospektive im Museum für Konkrete Kunst präsentiert.

Mavignier hat 1961 die internationale Künstlerbewegung der Neuen Tendenzen in Zagreb ins Leben gerufen, die nun im Museum für Konkrete Kunst erstmals vorgestellt wird. Sie vereinigte nahezu alle wichtigen Künstler aus Europa und Südamerika, die der Lichtkunst und kinetischen Kunst, der interaktiven Kunst und der Op Art zuzurechnen sind. Die Parallelität dieser künstlerischen Entwicklungen in verschiedenen Ländern findet ihren Ausdruck in Mavigniers Plakatentwurf, der auf einer Anordnung paralleler Linien basiert. Außerdem entwickelt das schwarz-weiße Plakat in additiver Hängung, wie sie etwa auf der Plakatsäule vor dem Café Mohrenkopf zu sehen ist, eine vibrierende Wirkung, die an die künstlerischen Mittel der Op Art erinnert. http://www.ingolstadt.de/museumfuerkonkretekunst

Spezielle Maßnahmen des Jobcenters für Jüngere

Dienstag, 31. Oktober 2006

Das Jobcenter Ingolstadt verfügt mittlerweile über vielfältige Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren. Beispielhaft aus dem breiten Spektrum der ausbildungs- und beschäftigungsfördernden Maßnahmen soll das im wöchentlichen Turnus beginnende Einstiegsmodul AGH erwähnt werden. Im Rahmen dieser fünftägigen Maßnahmen werden entsprechend dem festgestellten Bewerberprofil konkrete Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche vorbereitet. Im Auftrag des Jobcenters bieten die Caritas-Werkstätten auf insgesamt neun Plätzen eine Berufsausbildung in außerbetrieblicher Einrichtung für sozial benachteiligte Jugendliche an. Aktuell werden u.a. zwei Köche, zwei Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, eine hauswirtschaftstechnische Helferin, ein Maler und ein Bauten- und Objektbeschichter ausgebildet.

Das Projekt des Jobcenters und der Agentur für Arbeit “Lernen am Bau” in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Gesellschaft soll Jugendlichen mit Handicaps einen Berufsabschluss ermöglichen. Geboten wird eine integrierte duale Ausbildung mit sozialpädagogischer Betreuung im Bauhauptgewerbe. Die Maßnahme bündelt praktische und theoretische Ausbildung im Rahmen eines mehrmonatigen Praktikums in Baubetrieben der Bauinnung Ingolstadt Pfaffenhofen.

Für den Herbst ist geplant, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Ingolstadt und der Agentur für Arbeit Ingolstadt, zusätzliche Angebote für Schulabgänger 2006 zu realisieren, nämlich die (Wieder-)Eröffnung eines Internet-Cafes mit dem ein niederschwelliger Zugang zu Beratung und Unterstützung bei der Ausbildungs- und Beschäftigungssuche geboten und PC-und Internetkompetenz vermittelt werden. Hinzu kommt eine berufsvorbereitende Qualifizierungsmaßnahme für (noch) nicht ausbildungsreife, “schulmüde” Jugendliche, die mit dem Regelangebot nicht erreicht werden, die rund 25 Plätze schafft.

ESF-Projekte in Ingolstadt – “Good Practice” für Bayern

Neben den Arbeitsmarktprojekten, die das Jobcenter aus dem vom Bund übertragenen Eingliederungstitel finanziert, nutzt die Stadt die Möglichkeiten, die Angebote durch europäische Fördermittel auszuweiten. Das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen hat auf einer Informationsveranstaltung Mitte Juli 2006 aus den zahlreichen bayerischen ESF-Projekten vier herausgegriffen, die als “Good Practice” für Bayern gelten können: zwei davon werden in Ingolstadt seit 2005 umgesetzt.

Herausgehoben wurde so das in Zusammenarbeit mit der Diakonie durchgeführte Dienstleistungstraining, durch das arbeitsentwöhnte, arbeitsmarktferne und entmutigte junge Menschen für einfache Servicetätigkeiten qualifiziert werden. Dabei gelingt es der Mehrheit der Teilnehmer auch die für den Kundenkontakt wichtigen Tugenden – Freundlichkeit, Zuwendung, Stresstoleranz usw. zu entwickeln und einzusetzen.

Mit “Intrans” gibt es ein weiteres “Good Practice” – Projekt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Erwachsenenbildungswerk (DEB) für (auch jugendliche) Zuwanderer, in dem sprachbildende, berufsorientierte und praxisorientierte Elemente miteinander kombiniert werden und die Teilnehmer befähigt werden, die vermittelten Kenntnisse/Fertigkeiten zeitnah und unmittelbar zu vernetzen.

Umfangreiche Baumaßnahmen in der Altstadt Ingolstadt

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Historisches Gesamterscheinungsbild erhalten All denjenigen, die regelmäßig in der Altstadt von Ingolstadt unterwegs sind, wird sicher nicht entgangen sein, dass so manche Straße, Gasse oder Platz in den letzten Jahren ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten hat.

Bereits im Jahr 2004 wurden die Tränktorstraße, die Wagnerwirtsgasse, sowie der zwischen Wagnerwirtsgasse und Bauhofstraße gelegene Platz vollständig saniert. Im Jahr 2005 begann dann eine der wohl umfangreichsten Tiefbaumaßnahmen der letzten Jahre in der Altstadt, nämlich die Umgestaltung des Rathausplatzes samt Schutterstraße, Hieronymusgasse und Sparkasseninnenhof. Daneben wurde im vergangenen Jahr auch die Nordseite der Milchstraße erneuert. Diese Maßnahme wurde mit eigenen Kräften des Straßenunterhalts abgewickelt.

In diesem Jahr standen nun fünf weitere Straßen bzw. Gassen zur Sanierung an. Drei dieser Maßnahmen wurden bereits zum Abschluss gebracht. Dabei handelt es sich um die Anatomiestraße zwischen Taschenturm und Wagnerwirtsgasse, die Lebzeltergasse sowie die Goldknopfgasse zwischen Theresien- und Hohe-Schul-Straße. Von den beiden anderen Maßnahmen wird die Kupferstraße noch in diesem Jahr und die Hohe-Schul-Straße im nächsten Jahr abgeschlossen werden können. Das Investitionsvolumen für diese fünf Maßnahmen liegt für dieses Jahr bei ca. 1 Mio. ?.

Die Durchführung von Tiefbaumaßnahmen in der Altstadt unterscheidet sich sehr stark von “normalen” Baumaßnahmen wie z.B. den Arbeiten in einem neuen Baugebiet. Die Entscheidung darüber, welche Straße wann saniert werden soll hängt nicht alleine vom schlechten Gesamtzustand der Straße ab. Dieser war z.B. für die Sanierung der Anatomiestraße ausschlaggebend. Vielmehr sind häufig die Spartenträger (meist die Stadtwerke) der Auslöser einer Sanierungsmaßnahme. So mussten z.B. in der Lebzeltergasse sowohl die Gasleitung als auch die Wasserleitung aus Altersgründen erneuert werden. Da bei dieser Maßnahme ohnehin ein Großteil der Oberflächenbefestigung zerstört worden wäre, wurde, um die gegenseitigen Synergieeffekte zu nutzen, aber auch um die Belästigungen für die Anwohner in den kommenden Jahren so gering wie möglich zu halten, gleichzeitig eine Neugestaltung der Straße durchgeführt. Neben den genannten Gründen können aber auch gestalterische Gründe für die bauliche Neuordnung öffentlicher Räume ausschlaggebend sein. Ein Beispiel hierfür ist die Umgestaltung des Münsterumfeldes, die im nächsten Jahr begonnen werden soll.

Die Planung von Sanierungsmaßnahmen in der Altstadt ist sehr sorgfältig und in Abstimmung mit vielen Beteiligten durchzuführen. Eine entscheidende Rolle in der Planung spielt dabei die Materialwahl. Gerade in einer historischen Altstadt wie der unsrigen, muss sehr viel Wert darauf gelegt werden, das historische Gesamterscheinungsbild durch Sanierungsmaßnahmen nicht zu stören.

Ganz deutlich wird dies bei der Sanierung der Hohe-Schul-Straße, wohl einem der ältesten Plätze Ingolstadts. Bei dieser Baumaßnahme wird das historische, denkmalgeschützte Dolomit-Pflaster mit großem Aufwand wieder eingebaut. Dieses Beispiel zeigt, dass in der Altstadt meist der Aspekt Gestaltung stärker wiegt, als die reine Funktionalität. Die Aufgabe des Tiefbauamtes ist hierbei, durch verbesserte Bauweisen, wie z.B. den Einbau von setzungsunempfindlichen Tragschichten, eine den heutigen Anforderungen entsprechende beständige Verkehrsfläche zu schaffen, ohne das stadtplanerisch gewünschte Erscheinungsbild zu beeinträchtigen.

Eine der größten Herausforderungen der Tiefbauer liegt dann jedoch in der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen. Die meist sehr beengten Verhältnisse, die hohe Anzahl von privaten und gewerblichen Anliegern, die begrenzten Möglichkeiten, Ausweichrouten für den Verkehr zu schaffen, sowie die oftmals im Boden vorhandenen “Überraschungen” von Kampfmitteln aus dem 2. Weltkrieg über kontaminierte Auffüllungen bis hin zu archäologischen Fundstellen, erfordern ein hohes Maß an Flexibilität sowohl von Seiten der Bauleitung als auch der beteiligten Firmen.

Um die Belastungen für die Anlieger so gering wie möglich zu halten, ist das Tiefbauamt ständig bemüht, die Zugänglichkeit aller Eingänge auch während der Bauzeit aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig wird alles daran gesetzt, eine möglichst kurze Bauzeit zu erzielen. Hierfür wird bei besonders schwierigen Maßnahmen ein Projektsteuerer eingesetzt, der Verzögerungen frühzeitig erkennen soll und zusammen mit der Firma nach geeigneten Möglichkeiten sucht, diese Verzögerungen zu kompensieren.

Dass eine Baumaßnahme, bei der eine Straße (die in der Altstadt meist bis an die Häuser heranreicht) komplett erneuert wird, trotz aller Bemühungen erhebliche Belastungen für die Anwohner und Gewerbetreibenden mit sich bringt, liegt leider in der Natur der Dinge. Die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch, dass sich die evtl. während der Bauzeit auftretenden Wogen meist mit Fertigstellung einer Maßnahme wieder glätten und ein Großteil der Anlieger mit den Resultaten der Sanierungsmaßnahmen sehr zufrieden ist.

Wie die bereits oben erwähnte Umgestaltung des Münsterumfeldes aber auch der Zustand des in die Jahre gekommenen Gas- und Wassernetzes zeigen, wird die Altstadt auch in Zukunft nicht frei von Baustellen sein. Wir werden selbstverständlich auch bei kommenden Maßnahmen versuchen, diese zügig durchzuführen, dabei aber die Interessen der betroffenen Anlieger so gut dies eben möglich ist zu berücksichtigen.

Ingolstädter Geschichte im Blickpunkt

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Führungen der Ingolstädter Museen am Wochenende In der Reihe “Kinder im Museum” geht es im Stadtmuseum im Kavalier Hepp am Samstag, 14. Oktober, um 10 Uhr um Hexen. Was wir heute nur noch aus dem Märchen kennen, wurde früher wirklich gefürchtet – die Hexen. Wir begeben uns auf die Suche nach den Hexen in Ingolstadt. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl ist Voranmeldung unter Tel. 305 1885 notwendig.

Eine Führung zum Historischen Schaufenster bietet das Stadtmuseum am Sonntag, 15. Oktober, um 14 Uhr. “Geschützgießerei und Weltkrieg – Ingolstadt vor 100 Jahren” – Für Ingolstadt hatte der Erste Weltkrieg besondere Bedeutung. Die Stadt gehörte zu den größten Waffenplätzen des Reiches und wurde ein riesiges Kriegsgefangenenlager.

Ebenfalls am Sonntag bietet das Stadtmuseum Ingolstadt begleitend zur Ausstellung “Begegnung mit Johann Simon Mayr” die Führung “Simon Mayr hautnah” an. Die Besucher lernen einen der bedeutendsten Musiker des 19. Jahrhunderts hautnah kennen. Durch Original-Instrumente, autographe Partituren und persönliche Erinnerungsstücke wird ein facettenreicher Einblick in sein Leben gegeben. Eine multimediale Präsentation lässt die Besucher in diese Zeit des “Vaters der italienischen Oper” regelrecht eintauchen. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Museumskasse.

Eigens für Kinder ab acht Jahren bietet das Stadtmuseum Ingolstadt ebenfalls eine begleitende Führung zur Sonderaustellung “Begegnung mit Johann Simon Mayr”. Mittels ausgesuchter Exponate führt eine Museumspädagogin spannend und unterhaltsam durch die multimediale Ausstellung. Wertvolle Exponate, Gemälde und Musikausschnitte ermöglichen den Kindern die damalige Zeit nach zu erleben und Mayr, einen der bedeutendsten Musiker des 19. Jahrhunderts, kennen zu lernen. Treffpunkt ist am Sonntag. 15. Oktober, um 10:15 Uhr an der Museumskasse.

Zu einer Führung mit Ingrid Uebelstädt durch die Dokumentationsstätte Marieluise Fleißer lädt das Stadtmuseum Ingolstadt am Sonntag, 15. Oktober, in das Fleißerhaus, Kupferstraße 18, ein. Beginn ist um 14 Uhr. Leben und Werk der renommierten Ingolstädter Autorin werden anhand der Originalexponate im Vaterhaus der Literatin vorgestellt. Ein Blick auf die derzeit noch laufende Ausstellung “Zeugnisse einer Begegnung”, die am 29. Oktober endet, ist bei dieser Gelegenheit nochmals möglich. Alle Literaturinteressierten sind willkommen.

Eine Führung durch die aktuelle Ausstellung “Susanne Tunn – Perlen aus Stein” sowie einen Rundgang durch den Skulpturenpark in Obereichstätt veranstaltet das Lechner Museum am Sonntag, 15. Oktober, um 14 Uhr. Materialität, Raumempfinden, Dimension und Formgebung sollen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen und vergleichend mit Alf Lechners Rauminstallation Zeitteilung, im 1. Stockwerk des Museum, betrachtet werden. Anschließend, ab ca. 16 Uhr, bietet das Museum die Möglichkeit, den Skulpturenpark auf dem Privatgelände Alf Lechners in Obereichstätt zu besichtigen. Die geologische und geschichtliche Bedeutung des Ortes Obereichstätt bietet Alf Lechner ein großartiges, inspirierendes Wohn- und Arbeitsumfeld. Auf dem ehemaligen, im 15. Jahrhundert gegründeten, Fürstbischöflichen und später Königlich Bayerischen Eisenhüttenwerksgelände hat er einen umfangreichen Skulpturenpark angelegt. Lechner ist es gelungen, seine Arbeiten im Einklang mit der Natur auf eindrucksvolle Weise zu präsentieren. Der Treffpunkt ist im Eingangsbereich des Lechner Museums, Esplanade 9, 85049 Ingolstadt.

Dauer der Veranstaltung: ca. 3 Stunden, Gebühr: 5,50 Euro pro Person Anmeldung unter 305-2250 bzw. 305-2252 erforderlich. http://www.ingolstadt.de/museen