Archiv für Mai 2007

Glückwünsche für Konstantin Wecker zum 60. Geburtstag

Donnerstag, 31. Mai 2007

Oberbürgermeister Christian Ude gratuliert Konstantin Wecker zum bevorstehenden 60. Geburtstag: „Irgendwann werden auch aufmüpfige Jugendliche und protestierende Sänger Persönlichkeiten mit stattlichem Alter. Nun erwischt es also Dich: Du wirst 60. Wahrlich ein würdiges Alter. Die Bedeutung und Tragweite dieser Zäsur ist mir wohl bewusst, denn sie wird mich nur ein paar Monate später ereilen. Ich wünsche Dir alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit und weiterhin viel Kreativität, damit Du alle Deine Pläne verwirklichen und Dein künstlerisches Schaffen fortsetzen kannst.

Ein Geburtstag ist immer auch ein Anlass für Rückblicke. Du kannst auf wahrlich bewegte Zeiten zurückschauen und auf Jahrzehnte, die durch Deine Liebe zur Musik, aber auch zur Literatur geprägt waren. Satte Selbstzufriedenheit wird dabei schon nicht aufkommen, denn die war Deine Sache nicht. Du bist nie ruhig und zufrieden geworden, sondern immer auf der Suche geblieben. Unbeugsamkeit ist Dein Markenzeichen geworden. Ich habe das immer zu schätzen gewusst, solange es sich nicht gegen mich gerichtet hat. Zum Glück haben wir nicht nur Differenzen gehabt, sondern auch Übereinstimmungen, in früheren Schwabinger Zeiten und zuletzt bei der Ablehnung des Irak-Krieges. Inzwischen will fast keiner mehr dafür gewesen sein …

Es ist also nicht so, dass Du als Kritiker ins Abseits geraten wärst, manchmal hast Du im Nachhinein viel mehr Recht bekommen, als Du in den Zeiten der Kontroversen erwarten konntest. Mit dem Ernst-Hoferichter-Preis hast Du schon recht früh eine Auszeichnung Deiner künstlerischen Arbeit durch Deine Heimatstadt erhalten, leider kann man den nicht zweimal bekommen.“

Zum 125. Geburtstag von Karl Valentin: Große Geburtstagsfeier auf dem Viktualienmarkt

Donnerstag, 31. Mai 2007

Karl Valentin, der große Münchner Komiker, kam am 4. Juni 1882 in der Münchner Vorstadt Au zur Welt. 2007 hätte er seinen 125. Geburtstag gefeiert. Am Montag, 4. Juni, ab 11.01 Uhr, wird zum Andenken an Karl Valentin eine große Geburtstagsfeier am Karl-Valentin-Brunnen auf dem Münchner Viktualienmarkt stattfinden. Mehrere Münchner Institutionen haben sich zusammengeschlossen, um den in jeder Hinsicht großen Münchner das ganze Jahr über mit den verschiedensten Veranstaltungen zu feiern und zu ehren. Auch die Interessengemeinschaft der Viktualienmarktkaufleute e.V. und die Markthallen München sind dabei und freuen sich, wenn viele Münchnerinnen und Münchner und Gäste zur Feier des Tages auf den Viktualienmarkt kommen und den Geburtstag von Karl Valentin mitfeiern.

Geboten wird ein mehr als zwei Stunden dauerndes Bühnenprogramm für alle Münchner, das von dem Gräfelfinger Juristen und Schauspieler Florian Ernstberger, einem bekennenden Valentinverehrer, moderiert wird. Die Musik kommt von den Hot Four (den ehemaligen Hot Dogs), die mit Liedern wie „Ja, so sans, die oiden Rittersleut”, dessen Text von Karl Valentin selbst stammt, Stimmung machen werden. Schauspieler des Valentin Karlstadt Theaters und das Duo Peter Zimmermann/Brigitte Gründinger führen die bekanntesten Sketche von Karl Valentin wie zum Beispiel den „Buchbinder Wanninger” auf. Der Münchner Autor Max Spiegl gibt eine Verzehr-Empfehlung für die original „Valentin Brezn”, die – von der Münchner Bäckerinnung gestiftet –, kostenlos an die Besucher verteilt werden. Die Brunnenfigur des Karl Valentin und alle anderen Figuren auf dem Markt bekommen eine extra große Breze und einen Wurstkranz umgehängt. Die Münchner Narrhalla zieht ein und bringt einige der Preisträger des alljährlich von ihr verliehenen Valentinordens mit.

Das von einer Münchner Brauerei gestiftete Bier wird an diesem Tag zum Preis von 99 Cent ausgeschenkt, der Reinerlös kommt dem Valentin-Karlstadt-Musäum zugute. Die Münchner Originale Petra Perle und Albrecht von Weech verkaufen Valentin-Münzen, die Einnahmen dienen ebenfalls der Renovierung des Musäums.
Weitere Informationen zur Gesamtkonzeption der Veranstaltung sind über das Kulturbureau Borst, Luitpoldstraße 48, 82152 Krailling, Telefon 089/ 8 57 32 73, Fax 089/8 57 38 90 info@kulturbureau-borst.de, www.kulturbureau-borst.de erhältlich.

Volkshochschule und FC Ingolstadt 04 gegen Analphabetismus

Donnerstag, 31. Mai 2007

Analphabetismus grenzt aus und stellt ins gesellschaftliche Abseits, das soll dringend geändert werden – und das will der FC Ingolstadt zusammen mit dem Projekt „F.A.N. – Fußball. Alphabetisierung. Netzwerk.“ und der Volkshochschule Ingolstadt in Angriff nehmen. Die Menschen sollen über eine Stadion-Info-Aktion über das unsichtbare Leben von funktionalen Analphabeten und ihre Alltagsprobleme informiert werden. Gleichzeitig werden Unterstützungsangebote für Betroffene in Ingolstadt und Umgebung vorgestellt.

Der Fußballclub hat zum Heimspiel gegen den SC Pfullendorf am Samstag, 2. Juni, in der Bezirkssportanlage Mitte den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., die Volkshochschule und einige Lehrer eingeladen. Gemeinsam mit dem Alfa-Mobil informieren sie dort von 12 bis 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz direkt hinter der Sitzplatztribüne über das Thema. Bei der Veranstaltung kommen natürlich auch Betroffene selbst zu Wort: Sie berichten über ihre Erfahrungen und Strategien aus der Welt ohne Schrift, werben um Verständnis für die schwierige Situation funktionaler Analphabeten und zeigen, dass man auch als Erwachsener noch erfolgreich lesen und schreiben lernen kann. Außerdem ist dort noch ein Rahmenprogramm – auch für Kinder – geboten.

„Das große Problem sehe ich darin, dass kaum jemand weiß, dass in Deutschland über vier Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben können“, verdeutlicht der Fanbeauftragte Horst Fuchs. Er erklärt, warum der Verein auf das Thema aufmerksam macht: „Gerade wer als Kind nicht genügend Förderung hatte, sollte jetzt erst recht den Schritt in die Lese- und Schreibkurse für Erwachsene wagen.“ Dazu will der Club mit seinem Engagement beitragen, um die Lebens- und Bildungsperspektiven zu verbessern. „Der FC Ingolstadt punktet auch mit sozialem Engagement und ist auf jeden Fall gerne mit dabei!“ unterstreicht Fuchs.

Die Volkshochschule Ingolstadt möchte die Bürgerinnen und Bürger für dieses Thema sensibilisieren, zumal jedes dritte Kind bei uns einen Migrationshintergrund hat. „Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass in Bayern statistisch gesehen über 600.000 erwachsene Menschen unzureichende Lese- und Schreibkenntnisse besitzen. Jährlich brechen deutschlandweit ca. 80.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss ab. Das sind ca. 10 Prozent eines Schuljahrgangs. Hier muss dringend etwas getan werden, denn die Zahl der Betroffenen wird eher zu- als abnehmen. Abgesehen von den Defiziten bei der Persönlichkeitsentwicklung und Schwierigkeiten im privaten Umfeld können sich daraus gesellschaftliche Probleme mit schwerwiegenden sozialen sowie wirtschaftlichen Konsequenzen entwickeln, deren Auswirkungen in der Zukunft wir zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abschätzen können.

Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf! Wir wollen darüber aufklären und Betroffenen Angebote aufzeigen. “, unterstreicht Silvia Teschauer, die Alphabetisierungsexpertin der vhs, ihre Motivation und ergänzt: „Über dieses Projekt erreichen wir viele und vor allem andere Menschen als sonst. Wir wollen besonders Familienangehörige, aber auch Schulkameraden, Freunde und Arbeitskollegen ansprechen und sie bitten, unsere Hinweise an Betroffene weiterzugeben, damit sie sich an uns wenden. Viele Fans kennen vielleicht im eigenen Bekannten- und Freundeskreis selbst jemanden, der Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hat, bisher aber nicht weiß, wo es Hilfe gibt. Wir bieten diese Hilfe – für junge wie ältere Menschen. Es ist nie zu spät!

Wir hoffen gleichzeitig sehr, mithilfe dieses Projektes Bürgerinnen und Bürger dafür motivieren zu können, sich ehrenamtlich als Lehrer zur Verfügung zu stellen. Es sind nur ein bis zwei Stunden pro Woche, die man sich dafür Zeit nehmen muss, die viel Freude machen und für den Lernenden unheimlich wertvoll sind, weil sie für ihn den Schlüssel zu unserer Welt bedeuten.“

Informationen über Lese- und Schreibkurse gibt es bei der VHS, Hallstraße 5, 85049 Ingolstadt, Ansprechpartnerin: Silvia Teschauer, Telefon: (08 41) 3 05 18 53. Mehr unter www.alphabetisierung.de und http://www.ingolstadt.de/vhs. Online-Lernportal: www.ich-will-schreiben-lernen.de. Die Fernsehserie „Das Kreuz mit der Schrift“ läuft immer freitags um 21.45 Uhr auf BR-alpha.

Immer mehr übergewichtige Kinder – Gesundheitsberatungsstelle hilft weiter

Dienstag, 29. Mai 2007

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind übergewichtig oder adipös (fettleibig). Mittlerweile sind es schon etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland, die als zu schwer gelten. Vier bis acht Prozent haben sogar sehr starkes Übergewicht. Übergewicht ist keine alleinige Schönheitsfrage, sondern kann sich auf die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder auswirken.

Das Dicksein kann den Blutdruck erhöhen, die Blutfettwerte verschlechtern und Diabetes fördern.
Besonders Fuß-, Knie- und Hüftgelenke leiden unter einem hohen Gewicht. Dazu kommt, dass sich Kinder bei Übergewicht zu wenig bewegen und in ihrem Körper nicht wohl fühlen. Die Muskulatur wird schwach, Haltungsfehler treten auf. Gerade die Bewegung, die für übergewichtige Kin-der so wichtig wäre, wird vermieden. Außerdem müssen übergewichtige Kinder sich nur allzu oft einiges anhören: Sie werden gehänselt, dürfen nicht mitspielen oder sind für die Clique nicht „cool” genug. Das Selbstwertgefühl kann angegriffen und die Schullaufbahn beeinträchtigt werden. Zu Übergewicht kommt es, wenn mehr Kalorien zugeführt als verbraucht werden. Ob ein Kind zu Übergewicht neigt, hängt vom Essverhalten, der Bewegung und von der Veranlagung ab. Kinder aus sozial benachteiligten Familien oder Familien mit Migrationshintergrund sind deutlich mehr von Übergewicht betroffen.

Im Münchner Norden beantwortet die Gesundheitsberatungsstelle im Hasenbergl auch diese Fragen zur Gesundheit der Kinder: Hat mein Kind überhaupt Übergewicht? Wie sieht gesunde Ernährung aus? Wo bekommen übergewichtige Kinder professionelle Unterstützung in München? Wo finden Eltern für ihre Kinder die passenden Bewegungsangebote? Die Gesundheitsberatungsstelle Hasenbergl im Münchner Norden befindet sich in der Wintersteinstraße 14. Die Sprechzeiten sind: Montag und Dienstag 9 bis 11 Uhr, Mittwoch 14.30 bis 17 Uhr, Donnerstag 13 bis 15.30 Uhr, Freitag nach Vereinbarung. Die Ansprechpartnerinnen sind Dr. Constanze Söllner-Schaar (Allgemeinärztin) und Isabelle von Blomberg (Kinder- und Jugendärztin), beide telefonisch zu erreichen unter 3 14 49 47. Seit kurzem wird auch eine E-Mail-Beratung durch die Schulärztinnen des Referates für Gesundheit und Umwelt für Münchner Schüler und Schülerinnen, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen unter schulaerztin.rgu@muenchen.de angeboten (Internet: www.muenchen. de/s chulaerztin) . Allgemeine Informationen gibt auch das Informationszentrum Gesundheit (IZ) im Referat für Gesundheit und Umwelt, Telefon: 2 33-3 76 63; www.muenchen.de/iz.

Erste automatische Messstation für elektromagnetische Felder von Funkanlagen am Netz

Dienstag, 29. Mai 2007

In der vergangenen Woche nahm die Bundesnetzagentur gemeinsam mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt die erste automatische Messstation für elektromagnetische Felder (EM F) in Bayern in Betrieb. Die Station wurde auf dem Dienstgebäude des städtischen Referates für Gesundheit und Umwelt in der Bayerstraße installiert.

Ausschlaggebend für die Standortentscheidung war die zentrale Lage des Gebäudes in Bahnhofsnähe mit einer Vielzahl unterschiedlicher Mobilfunkanlagen, Rundfunk- und Fernsehsendern in der teilweise unmittelbaren Nachbarschaft.

Die Anlage ist bayernweit die erste Messstelle ihrer Art. Damit zählt nun auch München, einer der Mobilfunkbrennpunkte in Deutschland, zum Netz von inzwischen bundesweit zehn Messstationen, die u. a. in Berlin, Bremen, Hamburg, Mainz und Bonn in Betrieb sind.

Die Stationen wurden eingerichtet, um die elektromagnetischen Felder von Funkanlagen im Frequenzbereich von neun Kilohertz bis drei Gigahertz kontinuierlich zu erfassen. Die Mess-daten werden an einen zentralen Server der Bundesnetzagentur übertragen, dort ausgewertet und im Internet (www.bundesnetzagentur.de) dargestellt. Dort können interessierte Bürgerinnen und Bürger online und bundesweit Standorte von Mobilfunkanlagen, die Ergebnisse der jährlichen Messreihen der Bundesnetzagentur und jetzt aktuell die Daten der Messstationen recherchieren. Diese Plattform bietet die Möglichkeit, sich über die tatsächlichen Auswirkungen von Funkanlagen zu informieren und trägt so zur Versachlichung des Themas Mobilfunk bei.

Glückwünsche für Anneliese Friedmann zum 80. Geburtstag

Dienstag, 29. Mai 2007

Oberbürgermeister Christian Ude gratuliert Anneliese Friedmann zum bevorstehenden 80. Geburtstag: „Die chemische Formel der Abendzeitung wird immer Großstadtluft enthalten, möglichst einen Schuss Weltluft. Das gehört zu ihrer besondern Art.‘ Nach dieser von Ihnen selbst so umschriebenen Rezeptur sind Sie seit fast vier Jahrzehnten die Herausgeberin einer besonderen Zeitung in einer besonderen Stadt, in der ebenfalls – auch wenn ihr manche den Weltstadt-Charakter abstreiten – zumindest immer ‘ein Schuss Weltluft‘ weht. Daher möchte ich Ihnen im Namen des Stadtrats der Landeshauptstadt München und persönlich nicht nur ganz herzlich zu Ihrem Geburtstag gratulieren, sondern Ihnen auch dafür danken, dass Sie in all dieser Zeit die Selbständigkeit dieser besonderen publizistischen Stimme und damit geradezu ein Stück München bewahrt haben – ein Dank, dem sich natürlich auch der AZ-Kolumnist Christian Ude gerne anschließt.

Zu dieser – trotz Weltluft – durchaus Münchnerischen Ausrichtung Ihres publizistischen und unternehmerischen Wirkens gehört auch, dass Sie sich um das soziale Klima in dieser Stadt, die ja eine ‘Weltstadt mit Herz‘ sein möchte, verdient gemacht haben. Die Gala ‘Stars in der Manege‘ ist eines der am längsten bestehenden und bekanntesten Beispiele für soziales Engagement in München. Sie hat über die Stiftung Werner Friedmanns vielen Not leidenden Künstlern und Journalisten geholfen und, seit ein Teil der Eintrittsgelder Kindern in Not zugute kommt, auch diesem guten Zweck beträchtliche Mittel zufließen lassen.

Für die kommenden Jahre wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute und ganz besonders Gesundheit und Energie, um Ihre Unternehmungen mit demselben Erfolg weiterführen zu können wie bisher.”

OB Christian Ude als Präsident des Deutschen Städtetages wiedergewählt

Dienstag, 29. Mai 2007

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude ist als Präsident des Deutschen Städtetages wiedergewählt worden. Am Schlusstag der 34. Hauptversammlung in München wählten die Delegierten den SPDPolitiker für weitere zwei Jahre ins höchste Amt des größten kommunalen Spitzenverbandes. Christian Ude ist seit 1993 Oberbürgermeister von München. Er gehört dem Präsidium des Deutschen Städtetages seit 1996 an, ist seit 2005 Präsident und war seit 2003 einer der Stellvertreter der Präsidentin. Ebenfalls wiedergewählt wurde die Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages, die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Dr. h.c. Petra Roth (CDU). Von 1997 bis 1999 und von 2002 bis 2005 war sie Präsidentin des Deutschen Städtetages, seit 2005 ist sie Vizepräsidentin, wie bereits in den Jahren von 1999 bis 2002. Roth ist seit 1995 Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main und gehört seitdem auch dem Präsidium des Deutschen Städtetages an.

Zu Stellvertretern des Präsidenten wählten die Delegierten Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, Heilbronn, Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, Dortmund, Oberbürgermeister Dr. h.c. Martin Biermann, Celle, Bürgermeisterin Dr. Rosemarie Wilcken, Wismar, und Oberbürgermeister Joachim Erwin, Düsseldorf. Neu in dieses Amt aufgerückt ist Dr. Gerhard Langemeyer.

Einstimmig wählten die Delegierten den ehemaligen Oberbürgermeister von Hannover und ehemaligen Präsidenten des Deutschen Städtetages, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, zum Ehrenmitglied des Deutschen Städtetages. Schmalstieg, der Ende Oktober 2006 nach beinahe 35 Jahren aus dem Amt des Oberbürgermeisters von Hannover ausgeschieden war, gehörte 34 Jahre lang dem Hauptausschuss des Deutschen Städtetages an, war 32 Jahre Mitglied im Präsidium und fungierte drei Jahre lang als Präsident und vier Jahre als Vizepräsident.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeisterin Petra Roth, würdigte die große Leistung von Dr. h.c. Herbert Schmalstieg für die deutschen Städte: „Die Städte sind immer dann stark, wenn sie mit einer Stimme sprechen, auch wenn der Weg dahin manchmal nicht leicht fällt. Wir sind stolz auf unsere parteiübergreifende Solidarität. Herbert Schmalstieg hat in außergewöhnlicher Weise zu dieser Solidarität beigetragen.“ Darüber hinaus habe sich Herbert Schmalstieg mit seinem herausragenden Engagement international für Frieden und Verständigung eingesetzt. Als Höhepunkt dieses Engagements nannte Roth die Rede Schmalstiegs vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York, bei der er die weltweite Gemeinschaft „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace) vertrat.

Ingolstadt und der ICE-Verkehr

Dienstag, 29. Mai 2007

Seit einem halben Jahr ist nun Ingolstadt mit einem stündlichen Zughalt in den bundesweiten ICE-Fernverkehr eingebunden, in Spitzenstunden gibt es vereinzelt zusätzliche Verbindungen. Betrachtet man die meist vollen Züge, kann man von einem erfolgreichen Start der neuen Linie ausgehen. Zur Fahrgastentwicklung seit Eröffnung der ICE-Neubaustrecke nach Nürnberg führt die Deutsche Bahn gegenwärtig Erhebungen durch. Für die weitere Fahrplangestaltung haben die Zahlen eine große Bedeutung. Die Stadt Ingolstadt wird sich auf alle Fälle für mehr ICE-Verbindungen einsetzen. Auf den ICE-Halt zur vollen Stunde sind auch die Verbindungen in die Region abgestimmt. Damit wurde Ingolstadt ein wesentlicher Taktknoten im Bahnnetz Um den Bereich des Hauptbahnhofs entsprechend der Bedeutung als ICE-Halt umzugestalten, hat die Stadt, vertreten durch die IFG, in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen. So wurde der ÖPNV-Bereich vergrößert und betrieblich optimiert. Dynamische Fahrgastanzeigen sollen über aktuelle Ankünfte und Abfahrten informieren. Bus- und Taxifahrgäste können überdacht in die Haupthalle des Bahnhofs gelangen. Die Überdachung wurde gestalterisch als so gelungen bewertet, dass sie den bayerischen Architekturpreis gewann. Die Baumaßnahmen sollen in den nächsten Wochen ihren Abschluss finden.

Aber ohne zusätzliche P+R-Parkplätze wäre der Hauptbahnhof Ingolstadt nicht funktionsfähig. Durch die IFG wurde das vorhandene Parkhaus südlich des Bahnhofsgebäudes aufgestockt und erweitert. Die Stellplatzanzahl konnte dadurch von 571 auf 825 Plätze erhöht werden. Für Pendler besteht die Möglichkeit der Anmietung von Stellplätzen. Im öffentlichen Straßenraum ist ebenfalls eine Vergrößerung des Angebotes von Kurzparkplätzen vorgesehen. Auch hierzu werden in den nächsten Wochen die letzten Tiefbauarbeiten durchgeführt. Etwas Zeit wird noch die Sanierung der Elisabethstraße beanspruchen. Wenn hier die neue Fahrbahn fertig gestellt ist, wird auch die verkehrliche Anbindung aus dem Süden Ingolstadts deutlich verbessert sein.

Zwischen dem Parkhaus und dem Bahnhofsgebäude schiebt sich als Verbindungsbau das neue Laden- und Dienstleistungszentrum am Bahnhof. Zentral ist hier die Tourist Information der Ingolstädter Tourismus und Kongress GmbH untergebracht. Reisende und Gäste erhalten hier bei ihrer Ankunft in Ingolstadt ihr erstes freundliches Willkommen. Neben touristischen Informationen und Angeboten können Unterkünfte vermittelt werden.

Aus städtischer Sicht ist der Hauptbahnhof Ingolstadt als Entrée in die Stadt gerüstet für steigende Fahrgastzahlen und ankommende Reisende. Wünschenswert wäre aber auch der weitere barrierefreie Ausbau des Bahnhofes und verbesserter Zugang zu den Bahnsteigen. Angedacht sind hier jeweils Aufzüge zu den Gleisen. Damit könnte allen Reisenden mehr Komfort geboten wären. Die Stadt Ingolstadt wird sich bei der Deutschen Bahn weiter für diesen Umbau einsetzen.