Einst – d. h. vor 1980 – war das Land die Kornkammer Afrikas. 4000 Großfarmer schafften in den fruchtbaren Gegenden des Landes die Basis für den Wohlstand des ehemaligen Rhodesien. Diesen Ruf hat das heutige Simbabwe verloren. Es ist jetzt das Land mit dem steilsten wirtschaftlichen Absturz und der höchsten Inflationsrate der Welt!
Die Katastrophe setzte ein mit der gewaltsamen Enteignung der europäischen Großfarmer und deren angelernten afrikanischen Farm-Arbeitern. Mugabe setzte seine politische Elite von Ministern und Partei Genossen als Besitzer ein. Das gute Land ist den Hunderten von Arbeitslosen ausgeliefert, die sich lediglich um das eigene Überleben kümmern. Im ganzen Land sind 80% arbeitslos.
5,8 Millionen sind zum Überleben auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Mutasa, Minister für nationale Sicherheit erklärte – „we would be better off with 6 Million people only“! (wir wären mit 6 Millionen besser dran!). Die Lebenserwartung der Menschen ist in den letzten 15 Jahren von 61 auf 34 Jahre gesunken!
Mit Gewalt und entgegen aller Menschenrechte setzte dann im Frühjahr 2005 die Politik zur Reduzierung der Bevölkerung ein. Sechs Monate lang waren Polizei und Armee damit beschäftigt, alle illegal gebauten Häuser und Betriebe zu zerstören und die Menschen in den Busch auszusiedeln, wo es nach einer 10-monatigen vollen Regenlosigkeit weder Wasser, noch Nahrung, keine Kliniken und keinen Transport gab. Sie konnten nur mitnehmen was sie tragen konnten. Wir durften den Ausgesiedelten nicht folgen und keine Hilfe anbieten. Eines unserer Waisenkinder, ein 12-jähriger Bub, kam zu Fuß 165 km zu uns zurück um sich Medizin zu holen. 2,5 Millionen Menschen wurden bei dieser Aktion obdachlos!
Internationale Hilfe, z. B. von Unicef, wurde von Mugabe abgelehnt. Eingeführte Nahrung und Medikamente wurden mit hohen Zöllen belastet. Die 1.000-fache Inflation veranlasste viel qualifiziertes medizinisches Personal zur Auswanderung nach SA, Botswana, Amerika, Australien!
Die seit dem Jahr 2005 von der Regierung ermöglichte Aids-Behandlung von Kindern und Erwachsenen kann sich nicht entfalten.
Ich will es am Beispiel vom St. Anne´s Hospital Brunapeg erläutern:
Das Hospital hat ein Einzugsgebiet von 80.000 Menschen. Es ist ein Gebiet am Rand der Kalahari-Wüste. Für die meisten Männer besteht keine Verdienstmöglichkeit. So suchen sie Arbeit in Johannisburg. Von dort kommen sie nur einmal im Jahr, meist an Weihnachten, heim. Sehr oft bringen sie ihren Frauen das Aids-Virus mit.
So sind in dem Einzugsgebiet von Brunapeg viele Kinder und Frauen bereits Träger des Aids-Virus oder auch Aids-krank.
10% der gesamten Bevölkerung sind Waisen – das sind 8.000. Davon sind wieder 25% bereits Aids-Virus-Träger oder Aids-krank, also 2.000. Diese hohe Anzahl müsste bereits dokumentiert und zum entsprechenden Zeitpunkt behandelt werden.
Bisher besteht dort nur für 60 Fälle – Kinder und Erwachsene – die Möglichkeit der Behandlung mit den virushemmenden Medikament, die vom sogen. Global-Fund bezahlt und von zwei holländischen Kollegen verwaltet werden.
Das missionsärztliche Institut Würzburg hilft uns eine erweiterte Versorgung und Flächendeckung der dortigen Aids-Kranken zu erreichen.
Die von Hunger und Krankheit heimgesuchten Menschen sind leidensfähig.
Sie verfügen über eine Kraft die aus ihrem Herzen und dem offenen Ohr für die Not des Blut-Bruders kommt.
In den letzten Jahrzehnten tauchte bei den 360 christlichen Sekten die Bezeichnung „Church-goer“ (Kirchenzugehöriger) auf. Dies ist ein Ausdruck dafür, dass sie das Wissen von Gott in sich tragen, wie ein sakrales Merkmal.
Damit sind sie gut ausgerüstet um der Glaubens Fremdheit der westlichen Welt entgegen zu treten. Sie werden fähig bleiben die Schatten über ihrem Land zu vertreiben und jeden Kleinmut zu besiegen.
November 2006
Frau Dr. Maria Eder ist seit Juli d. J. wieder zurück in Altötting, aber „Ihre Waisenkinder“ brauchen weiterhin unsere Unterstützung!
Darum bitten wir Sie – helfen Sie dieses Elend zu verringern! Mit jedem Euro den Sie spenden helfen Sie den Waisenkindern aus Simbabwe!
Spenden und Überweisungen für das
Projekt AIDS-Waisenhilfe – Dr. Eder an:
Stadt Altötting
Kto-Nr. 16 10
Kreissparkasse Altötting-Burghausen
BLZ: 710 510 10
Kennwort: AIDS-Waisenhilfe – Dr. Eder
Eine Spendenaktion der Stadt Altötting für das Projekt der Missionsärztin und Ehrenbürgerin der Stadt Altötting, Frau Dr. Maria Eder