Archiv für die Kategorie ‘München’

Performance-Künstlerin Penelope Georgiou im Filmmuseum

Mittwoch, 16. April 2008

In der nächsten Veranstaltung der Reihe „Open Scene” am Donnerstag, 17. April, um 19 Uhr ist die Performance-Künstlerin Penelope Georgiou zu Gast im Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, und präsentiert ihren Film „Tanzen in der Secession“ (Öster­reich 2006 – Spiel und Tanz: Penelope Georgiou, Benjamin McQuade und Charlotte Plank-Poschauko, 88 Minuten). Penelope Georgious letzter abendfüllender Film wurde am 5. Juni 2003 im Hauptraum der Wiener Secession gedreht, im Rahmen der von Constanze Ruhm kuratierten Ausstellung „Fate of Alien Modes“.

Die Ausstellung the­matisierte die Schnittstellen von Kunst und Film, untersuchte filmische Produktionsmechanismen im Kunst-Kontext. Räumliche Aspekte sollten auf erzählerische so Bezug nehmen, dass eine „Informationsarchitektur” zwischen Bühnenform, Filmset und Ausstellungsraum entsteht. Für die Performance der Künstlerin Penelope Georgiou entwarf Angela Hareiter eine Drehbühne als Kulisse und Set, die an einen übergroßen Schallplattenspieler erinnert. Diese Performance wurde von einem Film­team aufgezeichnet und diente als Material für Georgious Film.

Der kon­zeptuelle Fokus von „Fate of Alien Modes” auf unterschiedliche Produk­tionsformen veranlasste die Künstlerin, die Dreharbeiten in den Ausstel­lungsraum zu verlegen. Sie fanden während der normalen Öffnungszeiten statt und waren somit für die Besucher zugänglich. Die Bühne als Ankün­digung und Versprechen einer „Coming Attraction”, aber auch als Erinne­rung an eine mysteriöse performative Übertragung stellte den einzigen sichtbaren Hinweis auf Georgious neuen Film dar, der in der Ausstellung jedoch nicht gezeigt wurde.

Die interdisziplinäre Praxis der Künstlerin weist Versuche der Kategorisierung zurück und findet in einem terrain vague zwischen Theater, Performance und Film statt. Ihre Arbeiten zeigen sich als Bewegungen zwischen verschiedenen Genres und lassen Figuren und Handlungsabläufe oftmals offen und unaufgelöst. Penelope Georgiou wurde 1949 in Saloniki, Griechenland, geboren und lebt seit 1970 in Wien. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung am Reinhardt-Seminar und inszenierte zunächst Avantgarde-Theater auf Festivals und in Galerien. Seit Ende der 80er-Jahre kreiert sie eine eigene „Szene” und be­gann, Personen, die signifikante Positionen in intellektuellen Milieus ihrer Umgebung besetzten – Künstlerinnen/Künstler, Theoretikerinnen/Theoretiker und Kuratorinnen/Kuratoren – einzuladen und zum Teil ihrer Perfor­mances zu machen.

Es entstanden Filme wie „Petunia” (1980), „Tonis und Eleni” (1982), „Apsostolos” (1986), „Hans” (1989) und „Kallas & Kennedy (1991). Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Telefonische Kartenvorbestell­lungen sind unter 2 33-2 41 50 möglich.

Dokumentation über das Wittelsbacher Palais erhältlich

Mittwoch, 16. April 2008

Wo genau befand sich das Wittelsbacher Palais mit der Münch­ner Gestapo-Zentrale? Wann und wo wurde das Gestapo-Gefängnis er­richtet? Wie wurde es nach Kriegsende genutzt? Wann wurde es abgebro­chen? Wo war in München ein zentrales Denkmal für die Opfer des Natio­nalsozialismus geplant?

Diesen Fragen geht Klaus Bäumler in der Doku­mentation „Denkmal-Moral und Denkmal-Politik in München. Das Wittels­bacher Palais“ nach. Die Publikation „Denkmal-Moral und Denkmal-Politik in München. Das Wittelsbacher Palais“ – vom Bezirksausschuss Max­vorstadt zum Ende der Amtszeit 2002 bis 2008 herausgegeben – umfasst über 100 Seiten und ist ab sofort in der Stadt-Information im Rathaus er­hältlich. Die Schutzgebühr beträgt 7,50 Euro. Klaus Bäumler: „Das Wittelsbacher Palais ist als Sitz der Geheimen Staatspolizei und damit als Zentrum der NS-Schreckensherrschaft im Be­wusstsein der Zeitzeugen verankert. Im öffentlichen Bewusstsein aber ist das Wissen um das Gebäude selbst und auch um seinen genauen Stand­ort mehr und mehr verdrängt.

Selbst in einer angesehenen Münchner Zei­tung war am 1. April dieses Jahres zu lesen: ,Das Wittelsbacher Palais wird renoviert’. Der Sitz der Siemens-Hauptverwaltung (Palais Ludwig-Fer-dinand) am Wittelsbacherplatz wird in der Tat oft mit dem Wittelsbacher Palais, das Ecke Brienner Straße/Türkenstraße auf dem heutigen Areal der Bayerischen Landesbank stand, verwechselt. Das im Krieg weitgehend zerstörte Wittelsbacher Palais wurde 1950 abgebrochen, das nach 1945 gewerblich genutzte Gestapo-Gefängnis erst 1964.“

Symposium „Perspektive Gesundheit“ im HVB-Forum

Mittwoch, 16. April 2008

Über 340 Teilnehmer erwarten die Organisatoren des zweitägigen, internationalen Symposiums „Perspektive Gesundheit” für Donnerstag und Freitag (17. und 18. April) im HVB Forum HypoVereinsbank AG (Kardinal-Faulhaber-Straße 1).

Veranstalter sind das Referat für Gesundheit und Umwelt sowie das Gesunde-Städte-Netzwerk (www.gesunde-staedte-netzwerk.de) in Kooperation mit dem Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.V. und Nicht-Regierungsorganisationen. So kommen die Gäste auch größtenteils aus den 65 Mitgliedskommunen in Deutschland sowie von den Nachbar-Netzwer-ken Österreichs und der Schweiz. Unterstützung kommt neben dem Sponsor HypoVereinsbank von den Bundesministerien für Gesundheit (BMG) und für Umwelt (BMU), was die ressortübergreifende Bedeutung und den Stellenwert des Gesunde-Städte-Netzwerkes als Teil der „Gesunde Städte“-Bewegung der Weltgesundheitsorganisation unterstreicht.

Ziel des Netzwerkes ist es, die Gesundheitsförderung als gesellschaftspolitische Aufgabe im öffentlichen Bewusstsein zu verankern – in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens, der Arbeitsgebiete Umwelt, Wohnen, Stadtentwicklung, mit Initiativen, Projekten und Selbsthilfegruppen. In der „Gesunden Stadt“ sollen körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden im Mittelpunkt der – nicht zuletzt politischen – Entscheidungen stehen.

Diesen interdisziplinären Zielen entsprechend liest sich auch das Programm für die beiden Konferenztage. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hep Monatzeder (13.15 Uhr) und dem Eröffnungsvortrag „Gesundheit im Öffentlichen Raum zwischen Daseinsvorsorge und Selbstverantwortung – Perspektiven der Politischen Ökologie” (Professor Dr. Peter Mayer-Tasch, Hochschule für Politik, München) geht es anschließend um „Kooperation und Vernetzung” (Angelika Diller, Deutsches Jugendinstitut) und um die Frage, ob die „Wege zur Gesundheit ein spielerischer Hürdenlauf” sind (Peter Jagusch, Stuttgart).

Für die zweite Nachmittagshälfte werden 14 parallele Workshops angeboten (16.30 bis 18.30 Uhr), u.a. zu den Themen Chancengleichheit im Alter, Biostadt München und regionale Gesundheitswirtschaft. Ein abwechslungsreiches kulturelles Abendprogramm im HVB-Forum sorgt dafür, dass Genuss und Lebenslust auch während der Konferenz nicht „ausgeblendet” sind. Ein Grußwort (9 Uhr) des Parlamentarischen Staatssekretärs Rolf Schwanitz (BMG) sowie zwei Vorträge (9.30 bis 10.30 Uhr) über die „Gesundheitsförderung in der Sozialen Stadt” (Christa Böhme, Deutsches Institut für Urbanistik) und die „Partizipative Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung und Prävention” (Dr. Michael T. Wright, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) sind der Auftakt des zweiten Tages, bevor Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt, die Bedeutung der „Leitlinie Gesundheit” für die strategische Stadtentwicklung am Beispiel der Landeshauptstadt München erstmalig der Öffentlichkeit vorstellt (10.45 bis 11 Uhr).

Diese Leitlinie ist Teil des Stadtentwicklungskonzepts „Perspektive München“. Im Fokus stehen gesundheitliche Chancengleichheit und Versorgung sowie Prävention, Gesundheitsförderung und gesundheitsförderliche Umwelt. Vier parallele Foren (11 Uhr bis 12.30 Uhr) – zu den Schwerpunktthemen „Ressource Männergesundheit”, „Gesund von Anfang an”, „Im Wohnumfeld Gesundheitsrisiken minimieren” und „Leistung folgt Geld?!” – schließen sich an und bilden den fachlichen Abschluss, bevor dann Starkoch Carsten Girlich den kulinarischen Höhepunkt (12.30 bis 13.30 Uhr) der Konferenz setzt. Spannend wird’s am Ende noch einmal bei der Verleihung des Healthy-Cities-Awards „Green Apple”, wenn Senatsdirektor Norbert Lettau (Freie und Hansestadt Hamburg) den (oder auch die) diesjährigen Preisträger bekannt gibt.

Der „Green-Apple-Award“ ist eine Auszeichnung des Healthy-Cities-Projekts der Weltgesundheitsorganísation und wird seit 1993 jährlich an Menschen, Einrichtungen, Projekte oder Firmen vergeben, die sich vorbildlich und nachhaltig im Bereich Umwelt und Gesundheit engagieren. Ende 2006 wurde damit die Hofpfisterei (und im speziellen die Familie Stocker) für das Konzept „Der ökologische Weg” ausgezeichnet, weltweit dürfte allerdings Ex-Beatle Sir Paul McCartney der bekannteste Preisträger sein. Weitere Informationen zum Symposium gibt es telefonisch bei der Münchner Aktionswerkstatt G’sundheit (MAG’s) unter 53 29 56 55; die E-Mail-Adresse lautet mag.s@gmx.de. Im Internet sind alle Informationen unter der Adresse www.muenchen.de/rgu eingestellt. Achtung Redaktionen: Die Medien sind herzlich zu diesem Symposium eingeladen.

Türkische Filmtage in der Stadtbibliothek Am Gasteig

Dienstag, 15. April 2008

„Mutluluk – Glück“ ist der Titel des Eröffnungsfilms der diesjährigen Türkischen Filmtage, bei dem es jedoch um ein bitterernstes Thema geht. Ein vergewaltigtes Mädchen soll getötet werden, um die Familienehre wieder herzustellen.

Der bekannte Liedermacher Zülfü Livaneli lieferte die Romanvorlage zu diesem äußerst komplexen Film, der schließlich seinem Titel gerecht wird und mit einem Happy End aufwartet. Von der Suche nach dem Glück handeln auch weitere Filme dieser Reihe, die vom 18. bis 27. April mit acht Spielfilmen und fünf Dokumentarfilmen Gelegenheit bietet, einen Blick auf die spannende Filmlandschaft der Türkei zu werfen.

Der Cannes-Preisträger Nuri Bilge Ceylan lässt in seinem jüngsten Meisterwerk „Iklimler – Jahreszeiten“ seine Protagonisten bis zum Schluss vergeblich um ein gemeinsames Glück ringen. Yusuf, der einsame Held des national und international hoch gelobten Films „Yumurta – Das Ei“, versucht, vor seinem Glück davonzulaufen. Und Zeynep erlebt in dem Film „Zeynep’in Sekiz Günü – Zeynep’s Eight Days“ auf der turbulenten Suche nach dem entschwundenen Mann ihres Lebens gefährliche Abenteuer.

Witzig geht es gerade dann zu, wenn es politisch wird. In den Komödien „Beynelmilel – Die Internationale“ und „Pardon“ wird auf erfrischend komische Weise der Militarismus bzw. die Justiz aufs Korn genommen. Die Dokumentarfilme des Programms setzen sich ernsthaft und kritisch mit der jüngsten Vergangenheit und aktuellen Missständen in der Türkei auseinander.

Ein bemerkenswerter Beitrag zur türkisch-griechischen Verständigung ist die Dokumentation einer griechischen Gemeinde, die 1922 die Türkei verlassen musste. Der Spielfilm „Mavi Gözlü Dev“ (Der blauäugige Riese) ist Nazim Hikmet, dem großen Poeten des 20. Jahrhunderts, und seinen Gefängnisjahren gewidmet. In die Welt seiner Gedichte kann man bei der deutsch-türkischen Lyriklesung am Sonntag, 27. April, eintauchen.

Die Eröffnung der Türkischen Filmtage findet am 18. April im Rio-Filmpalast statt, alle anderen Filme sind im Vortragssaal der Stadtbibliothek Am Gasteig zu sehen. Karten gibt es bei München Ticket. Veranstaltet werden die Filmtage vom SinemaTürk Filmzentrum e.V. in Zusammenarbeit mit Filmstadt München e.V. und der Münchner Stadtbibliothek, gefördert vom Kulturreferat der Stadt München. Weitere Informationen im Internet unter www.sinematuerk-muenchen.de, E-Mail: kontakt@sinematuerk-muenchen.de, Telefon 01 76-48 20 22 98, oder www.muenchner-stadt- bibliothek.de.

Fachtag zur geschlechtergerechten Erziehung in Kindestageseinrichtungen

Dienstag, 15. April 2008

Koedukation, also die gemeinsame Bildung, Betreuung und Er­ziehung von Mädchen und Jungen, ist heutzutage selbstverständlich. Al­lerdings gibt es gute Gründe, die Unterschiedlichkeit der Geschlechter und die weiterhin bestehende gesellschaftliche Ungleichheit im Auge zu behal­ten.

Pädagoginnen und Pädagogen gehen mit Mädchen anders um als mit Jungen und auch das Verhalten der Kinder und Jugendlichen untereinander ist durch ihre Geschlechtszugehörigkeit geprägt. Geschlechtersensible Pädagogik hat deshalb in den städtischen Bildungseinrichtungen einen ho­hen Stellenwert. In den städtischen Kindertageseinrichtungen lernen die Kinder, das jeweils andere Geschlecht als gleichberechtigt anzuerkennen. Gleichzeitig sollen sie aber auch die Unterschiede der Geschlechter wahrnehmen und wert­schätzen.

Bei der Auswahl von Spielmaterialien und der Gestaltung von Räumlichkeiten wird darauf geachtet, die Wünsche von Mädchen und Jun­gen gleichermaßen zu berücksichtigen. Unterstützung erfahren die städtischen Kindertageseinrichtungen dabei durch die „Fachberatung Geschlechtergerechte Pädagogik” des Schulrefe­rats. Die Einrichtungen setzen sich seit nunmehr zehn Jahren mit der Querschnittsaufgabe „Geschlechterpädagogik” in Theorie und Praxis aus­einander.

Im Laufe dieser Jahre entstanden vielfältige Ideen, die in Arbeits­kreisen lebhaft diskutiert wurden. In Fort- und Weiterbildungen spürte man den alterspezifischen Bedürfnissen der Mädchen und Jungen nach. Es entstanden kreative Projekte, die spannende Prozesse mit Mädchen und Jungen, Müttern und Vätern und innerhalb der pädagogischen Teams in Gang setzten. Dreh- und Angelpunkt aller Bestrebungen ist das Bewusstsein um die ei­gene geschlechtsspezifische Vorbildfunktion der Erwachsenen. Auch deshalb ist es wichtig, mehr Männer als bisher für das wichtige Berufsfeld der Klein- und Hortkindpädagogik zu gewinnen.

Am 16. April findet im Audimax der Technischen Universität ein Fachtag zum Thema „Inspirationen zur Erziehung der Geschlechter” statt. Im Foyer des Veranstaltungssaals zeigt eine kleine Ausstellung Beispiele aus der Praxis des Erziehungsalltags in Kindertagesstätten und eine Auswahl an Fachliteratur. Die Veranstaltung richtet sich an das pädagogische Personal in städtischen und freigemeinnützigen Kindertageseinrichtungen sowie Lehrkräfte und Auszubildende der Berufsfachschule für Kinderpflege und der Fachakademie für Sozialpädagogik.

Ebenfalls einen Einblick in den pädagogischen Alltag im Kindergarten gibt die Ausstellung „Bunt wie das Leben”, die derzeit (noch bis 25. April) im Pädagogischen Institut des Schulreferats in der Herrnstraße 19 zu sehen ist. Bilder und Texte auf großformatigen Tafeln sowie Vitrinen mit Spiel- und Lernmaterial illustrieren die Entwicklung des Münchner Kindergartenwe­sens über 100 Jahre hinweg. Dabei erhalten die Besucherinnen und Besu­cher auch so manchen interessanten Einblick in die Entwicklung der ge­schlechterspezifischen Erziehung im Kindergarten.

Der Fachtag bildet den Abschluss des Festprogramms zum Jubiläum „100 Jahre städtische Kin­dergärten in München”, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde. Nähere Informationen unter www.muenchen.de/kindertageseinrichtungen.

25. Theatertreffen der Münchner Schulen

Dienstag, 15. April 2008

Alljährlich zu Schuljahresbeginn ergeht an alle Schulen die Einladung zum Münchner Schultheaterfestival – in diesem Jahr zum 25. Mal. Aus allen Gruppen, die der Einladung gefolgt sind, wurden heuer von einer Jury aus den Bewerbungen 13 Schulen – von der Grundschule bis zur Fachoberschule – sowie eine außerschulische Theatereinrichtung ausgewählt, die sich beim Theaterfestival mit ihren aktuellen Produktionen vorstellen.

Das Theatertreffen, das vom 15. bis 17. April in der Pasinger Fabrik stattfindet, bietet Schülerinnen und Schülern, Schultheaterleiterinnen und -leitern sowie alle anderen Interessierten die Möglichkeit, an drei Tagen die Vielfalt und Qualität der schulischen Theaterarbeit in München kennen zu lernen. Das Programm umfasst Märchen, Klassikeradaptionen, zeitgenössische Bühnenwerke und mehrere Eigenproduktionen.

Mit dabei sind u.a. die Städtischen Realschule an der Blutenburg mit dem Musiktheater „Die Konferenz der Tiere” und die Grundschule Forstenrieder Allee mit einem „Sketch mit Musik” (Titel „Hermine geht allein zur Schule”), das Städtische Elsa-Brändström-Gymnasium zeigt Improvisationstheater, die Theresia-Gerhardinger Mädchen-Realschule das Schuldrama „Shakespeares kleine Helden” und das Städtische Sophie-Scholl-Gymnasium die szenische Collage „Häuser”.

Das Theatertreffen wird am Dienstag, 15. April, eröffnet mit der „Häppchen-Parade 14 x 3”. Alle 14 teilnehmenden Gruppen werden ein „Häppchen” von drei Minuten aus ihrem oder über ihr Stück zeigen – ein kurzweiliger Überblick über die Münchner Schultheaterszene. Danach folgen die offizielle Eröffnung mit Grußworten und Reden und der Auftritt einer der jüngsten Gruppen, der Theatergruppe der Grundschule an der Hochstraße mit „Traumdiebe”.

Zum Abschluss des Eröffnungsabends präsentiert Han’s Klaffl „Staatskabarettisten auf Lebenszeit”, seine Sicht auf das Leben in der Institution Schule. Während des Festivals entsteht wieder eine Zeitung mit Kritiken, Interviews und Hintergrundberichten, produziert von interessierten Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen.

In diesem Jahr wird es ein „Festival-Nachspiel” im Rahmen der 850-Jahr-Feier geben. Alle Gruppen können im Juli 2008 nochmals ihre Arbeiten (oder Ausschnitte daraus) auf der großen Bühne des Münchner Altstadtrings zeigen.

Das Münchner Schultheaterfestival wird veranstaltet vom Schulreferat/Theaterpädagogischer Service und von Kultur & Spielraum e.V. München (im Auftrag des Sozialreferats – Stadtjugendamt).

Für die teilnehmenden Gruppen gibt es – quasi als Belohnung – die Möglichkeit zu Probenbesuchen an Münchner Theatern (Münchner Kammerspiele, Volkstheater, Residenztheater).

Weitere Einzelheiten, der ausführliche Spielplan und Pressefotos sind zu finden unter www.kulturundspielraum.de/projekt-seiten/schultheater/. Programm auf Anforderung, Kartenreservierung unter 34 16 76. Pressekontakt: Reinhard Kapfhammer, Telefon 8 88 88 06, E-Mail: rkapfhammer@kulturundspielraum.de.

11. Münchener Biennale unter dem Motto „Fremde Nähe”

Dienstag, 15. April 2008

Die 11. Münchener Biennale, das Internationale Festival für neues Musiktheater, eine Veranstaltung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und von Spielmotor München e.V., feiert unter seinem Künstlerischen Leiter Professor Dr. Peter Ruzicka in diesem Jahr sei-nen 20. Geburtstag.

Die erste Münchener Biennale wurde im Mai 1988 von ihrem Begründer Professor Hans Werner Henze eröffnet. In zwei Jahrzehnten hat sich das Festival für neues Musiktheater international etabliert und durch Kooperationen auch die Nachhaltigkeit seiner Ausstrahlung wesentlich stärken können.

Der Kulturreferent der Landeshauptstadt München, Dr. Hans-Georg Küppers, schreibt in seinem Grußwort: „Fremde Nähe – dies beschreibt sehr treffend auch das Verhältnis des Publikums zur Münchener Biennale, das sich alle zwei Jahre immer wieder zahlreich und unvermindert neugierig auf die Uraufführungen der von der Stadt München in Auftrag gegebenen Musiktheaterwerke einlässt. Die Offenheit und der Wunsch der zuschauenden Zuhörer und zuhörenden Zuschauer, in dieser ‚fremden Nähe’ etwas Neues zu erfahren, ja sich persönlich berühren zu lassen, sind ein wesentlicher Teil der Lebendigkeit der Münchener Biennale”.

Das Programm der 11. Münchener Biennale beinhaltet vier Opern- und Musiktheateruraufführungen, einen großen Konzert-Zyklus, Komponistengespräche, ein Symposium und ein Rahmenprogramm. Die Termine der Premierenvorstellungen im Einzelnen:

Am 17. April, 20 Uhr, Muffathalle, findet die Eröffnung der 11. Münchener Biennale mit der Uraufführung „Arbeit Nahrung Wohnung” statt; eine Bühnenmusik für vierzehn Herren von dem 1969 in Hemer geborenen Komponisten Enno Poppe in der Regie von Anna Viebrock mit der musikFabrik, den Neuen Vocalsolisten Stuttgart u.a. als Interpreten. „Arbeit Nahrung Wohnung” ist eine Koproduktion der Münchener Biennale und der Staatsoper Unter den Linden Berlin in Kooperation mit dem ZKM, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe.

18. April, 20 Uhr, Carl-Orff-Saal, Gasteig: Uraufführung der Oper „architektur des regens.”, Libretto nach Motokiyo Zeami, des 1971 in Graz geborenen Komponisten Klaus Lang in der Regie von Claudia Doderer mit dem ensemble trioLog münchen und Gesangssolisten des Landestheaters Linz. Diese Oper ist eine Koproduktion der Münchener Biennale und des Landestheaters Linz in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung.

23. April, 20 Uhr, Reithalle: Das Musiktheater „hellhörig”, Musik und Konzept von Carola Bauckholt, geboren 1959 in Krefeld, ist eine Produktion der Münchener Biennale in Kooperation mit dem Schauspiel Köln, gefördert von der Kunststiftung NRW. Die Installation betreuen Georges Delnon und Roland Aeschlimann.

30. April, 20 Uhr, Muffathalle: Die Oper „Piero – Ende der Nacht” des 1968 in Offenbach am Main geborenen Komponisten Jens Joneleit in der Regie von Katharina Thoma als letztes der vier Projekte zur Uraufführung. Es spielt das Ensemble Modern. „Piero – Ende der Nacht” ist eine Koproduktion der Münchener Biennale, der Oper Frankfurt am Main und des Experimentalstudios des SWR.

25. bis 28. April: Erstmalig findet zur Münchener Biennale 2008 mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung die Konzertreihe „Biennale plus”, ein Konzertwochenende mit fünf Spitzenensembles der Neuen Musik statt. Fünf Spitzenensembles der Neuen Musik konzertieren an einem Wochenende in München:

Führende internationale Ensembles der Neuen Musik wie das Ensemble Modern, das Münchener Kammerorchester, das Österreichische Ensemble für Neue Musik, das Ensemble intercontemporain und das Klangforum Wien schaffen Gelegenheit, neue Formen und Inhalte von Musik und Musiktheater in diskursiver Nähe zu erleben. Die Programme bieten weitere Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen.

Rahmenprogramm, Komponistengespräche und Symposium:

Die im Mittelpunkt stehenden Opern- und Musiktheateruraufführungen und der Konzert-Zyklus werden von einem Rahmenprogramm, von Komponistengesprächen und einem Symposium begleitet. Im Rahmenprogramm gibt es neben der One-Woman-Opera der Micro Oper München mit Cornelia Melián das Hochschul-Projekt hin und weg der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und das Musiktheater Osiris der Folkwang Hochschule Essen.

Mit zwei Sonderkonzerten wird die bewährte Zusammenarbeit mit den Münchner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ergänzt und erweitert:

Am 29. April, 20 Uhr (Gasteig/ Philharmonie): Konzert der Münchner Philharmoniker mit Uraufführungen von Jens Joneleit und Peter Michael Hamel, und am 2. Mai, 20 Uhr (Herkulessaal/Residenz) tritt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Gérard Griseys „Les espaces acoustiques” auf.

Der Kartenvorverkauf (Karten: 20 Euro/ermäßigt 10 Euro) erfolgt über München Ticket an den Verkaufsstellen im Gasteig (Glashalle), im Rathaus, im Tourismusamt am Hauptbahnhof, im Info-Pavillon Olympiapark sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Schriftlicher und telefonischer Kartenservice: München Ticket GmbH, Postfach 20 14 13, 80014 München, Telefon 01 80 – 54 81 81 81, Fax 54 81 81 54. Abendkasse am jeweiligen Veranstaltungsort. Online-Kartenverkauf unter www.muenchenticket.de.

Die einzelnen Veranstaltungen und ihre weiteren Aufführungstermine sind dem Programm zu entnehmen: Weitere Informationen und Versand des kostenlosen Programms über Telefon 2 80 56 07, Fax 280 56 79 und E-Mail: biennale@spielmotor.de. Die Münchener Biennale im Internet: www.muenchenerbiennale.de

Medaille „München leuchtet” in Silber für Heinz Gebhardt

Dienstag, 15. April 2008

Für seine Verdienste um München als Fotograf und Fotohistoriker wurde jetzt Heinz Gebhardt mit der Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens” in Silber ausgezeichnet. Oberbürgermeister Christian Ude überreichte ihm die Medaille im Rathaus.

„Mit ihren Fotos, die in zahlreichen München-Büchern und anderen Printmedien veröffentlicht wurden, haben Sie München international bekannt gemacht und das Bild über die Stadt München seit den 60er-Jahren maßgeblich mitgeprägt. Sie sind zum Münchner Fotografen schlechthin geworden”, so Oberbürgermeister Christian Ude in seiner Laudatio.

Gebhardts Fotos seien sowohl kunstvoll und plastisch als auch authentisch und hätten dokumentarischen Charakter. Mit seinen Aufnahmen habe Gebhardt einen wertvollen Beitrag zur Stadtgeschichte geleistet. Zudem habe sich der 60-Jährige um Nachlässe und fotografische Sammlungen verdient gemacht und Pionierleistungen auf dem Gebiet der bayerischen und Münchner Fotogeschichte vollbracht. Davon zeugten in den vergangenen Jahren allein vier Ausstellungen im Münchner Stadtmuseum, eine im Valentin-Musäum und nicht zuletzt die Übergabe des von Gebhardt gesicherten Archivs des München-Fotografen Rudi Dix an das Stadtarchiv.

Gebhardt, der 1947 in München geboren wurde, absolvierte seine Ausbildung an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie. Neben Personen der Zeitgeschichte fotografierte er auch die großen Ereignisse des Münchner Festkalenders – angefangen vom Oktoberfest über Faschingsszenen bis hin zu Trachtenumzügen und Fronleichnamsprozessionen. 1972 erschien Gebhardts erstes Buch „München life”, hinzu kamen weitere Titel wie „München und die Münchner”, „Das Münchner Oktoberfest” oder „Der Viktualienmarkt”.

Aufgrund von Gebhardts Sammel- und Forscherarbeit und dessen zahlreichen Initiativen konnten unter anderem die Ausstellungen „Geschichte der Photographie im Königreich Bayern 1838 bis 1918”, „Franz Hanfstaengl – Von der Lithographie zur Photographie”, „Die Fünfziger Jahre in München – Fotos von Rudi Dix” und „Jeder Schuß ein Treffer – Das Oktoberfest” im Münchner Stadtmuseum sowie die Ausstellung „Lachen strengstens erlaubt – Der Münchner im Fasching” im Valentin-Musäum ermöglicht werden.

1967 erhielt Gebhardt den Deutschen Jugend-Fotopreis sowie den Europapreis für Foto und Film der UNESCO. 1978 bekam der Münchner den Erich-Stenger-Preis der Deutschen Gesellschaft für Fotographie. An der Ehrung nahmen auch die Stadträte Haimo Liebich und Barbara Scheuble-Schaefer (beide SPD) teil.

Architektenwettbewerb für das NS-Dokumentationszentrum

Sonntag, 13. April 2008

In der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses hat der Münch­ner Stadtrat den Startschuss für die Realisierung des NS-Dokumentationszentrums gegeben. Einstimmig wurde die Auslobung des Architektur­wettbewerbs für den Neubau beschlossen. Er soll auf dem Grundstück des ehemaligen Palais Barlow, später „Braunes Haus”, in der Nähe des Königsplatzes entstehen. Das Baureferat der Landeshauptstadt München, das gemeinsam mit dem Kulturreferat den Wettbewerb vorbereitet hat, wurde mit der Durchführung beauftragt.

Wie geplant, wird der Realisierungswettbewerb im Mai 2008 in den einschlägigen Publikationen international ausgelobt. Das Preisgericht setzt sich aus Architekten und Landschaftsarchitekten, Vertretern des Stadtrats und des örtlichen Bezirksausschusses, des Freistaats und der Bundesregierung zusammen. Bewerben können sich Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Land­schaftsarchitekten. Aufgrund der komplexen Bauaufgabe wird empfohlen, auch Fachleute mit Erfahrungen im Ausstellungsbereich einzubeziehen.

Aus den Bewerbern werden bis zu 50 geeignete Teams ausgewählt, die am Wettbewerb teilnehmen. Zudem werden zehn weltweit renommierte Architekturbüros direkt zugeladen. Das NS-Dokumentationszentrum ist als ein moderner und zukunftsfähiger Lernort von regionaler und internationaler Bedeutung mit Unterstützung des Freistaats Bayern und des Bundes geplant. Die Einrichung wird der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der besonderen Rolle der Stadt für die Geschichte und Entwicklung des Nationalsozialismus gewidmet sein. Träger der künftigen Einrichtung ist die Stadt München.

Das neue Haus soll die Funktionen eines Ausstellungsortes und einer Bil­dungseinrichtung verbinden. Zudem erfordert der Standort am historischen Ort, dem Sitz der ehemaligen Parteizentrale der NSDAP, eine sensible Ge­staltung. Ausdrücklich erwünscht ist eine kritische Auseinandersetzung mit den baulichen Relikten des Nationalsozialismus in der unmittelbaren Umgebung. Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers würdigte im Kulturausschuss die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten beim Freistaat Bayern, dem Bund und den verschiedenen Referaten der Stadtverwaltung, die diesen entscheidenden Schrift ermöglicht habe. Er dankte insbesondere den Mit­gliedern der Gremien für das NS-Dokumentationszentrum:

„Auf Basis der hervorragenden konzeptionellen Vorarbeit der Gremien des künftigen NS-Dokumentationszentrums konnten wir die Gründungsdirektion ausschrei­ben. Das Baureferat wird nun den Architekturwettbewerb ausloben. Wir haben die Rahmenbedingungen für dieses bedeutende Projekt geschaffen. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2010 mit dem Neubau des NS-Dokumen-tationszentrums beginnen können.“ Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden voraussichtlich Anfang 2009 dem Stadtrat vorgestellt.

Weitere Informationen bei der Pressestelle des Kulturreferats, Telefon 2 33-2 60 05, E-Mail: presse.kulturreferat@muenchen.de, und bei der Pressestelle des Baureferats, Telefon 2 33-6 00 07, E-Mail: baureferat@ muenchen.de, sowie im Internet unter www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de.

Glückwünsche für Georg Randlkofer zum 60. Geburtstag

Sonntag, 13. April 2008

Oberbürgermeister Christian Ude gratuliert Georg Randlkofer zum bevorstehenden 60. Geburtstag: „Seit rund 40 Jahren steuern Sie als persönlich haftender Gesellschafter der Münchner Alois Dallmayr KG das traditionsreiche Familienunternehmen auf Erfolgskurs. Das Stammhaus an der Dienerstraße trägt erheblich zur Verschönerung des Münchner Stadtbildes bei. Als engagierter Unternehmer wurden Sie bereits zum zweiten Mal zu einem der Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskam­mer für München und Oberbayern gewählt. Seit der Gründung Ende des Jahres 2003 stehen Sie auch dem CityPartnerMünchen-Verein (CPM) als Vorsitzender vor. Neben der Verbindung von Stadtverwaltung, Wirtschaft und Politik liegt Ihnen das soziale Miteinander in München am Herzen. Sie setzen sich persönlich im Rahmen des Sozialprojekts Lichtblick Hasen­bergl ein, das Hilfe für Kinder und Jugendliche anbietet. Für die kommenden Jahre wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem Glück, Gesundheit sowie weiterhin viel Erfolg.”